Jauer – Striegau – Waldenburg

Veröffentlichungsdatum: 15 / 11 / 2010

Wir empfehlen, den Ausflug mit dem Besuch des Museums in Jauer (Jawor) zu beginnen. Dort kann man seit Kurzem einen Teil des Gemäldes von Michael Willmann, der bis 1945 in der Schlosskapelle in Luboradz hing, sehen (Informationen über Besichtigungsmöglichkeiten: www.muzeumjawor.pl). Luboradz (Lobris) und Jawor (Jauer) gehörten zu der berühmten Familie derer von Nostitz. In beiden Residenzen befanden sich reiche Kunst- und Kuriositätensammlungen. In der Bibliothek des Schlosses zu Jauer (heute dient es als ein Wohnobjekt) konnte man anamorphische Bilder bewundern (diese auf den Metallröhren gemalte Bilder waren verzerrt, erst bei der Betrachtung ihrer Spiegelbilder warden die Proportionen korrekt) und andere optische Geräte (z. B. mit Spiegeln ausgestattete Guckkästen). In Lobris (Privatbesitz) befand sich eine große Gemäldegalerie (über 200 Bilder, darunter Bildnisse derer von Nostitz, der Vertreter der Herrschergeschlchter und Darstellungen der zur Familie gehörenden Güter) sowie eine wertvolle Sammlung europäischer Graphik (u. a. Dürer, Rembrandt, Altdorfer). Zu den am meisten bewunderten Bilder gehörten Werke von Willmann, darunter ein berühmtes „Befreiung der Andromeda”, heute in den Beständen von Národní galerie in Prag.

Als den nächsten Halt empfehlen wir die Besichtigung des Schlosses in Morawa (Muhrau). Es wurde im Auftrag der Familie von Kramsta 1864 erbaut (das Gebäude ist im Besitz der Hedwig-Stiftung, Informationen über das Schloss: www.morawa.org, es beherbegt einen Kindergarten eine Bildungsstätte). Am Ende des 19. Jahrhunderts trug Marie von Kramsta währende einer Europareise eine Gemäldesammlung zusammen, welche dann die Schlossinnenräume verzierte. Sie bestand aus Werken von u. a. Arnold Böcklin, Franz von Lenbach, Camille Corot, Max Gabriel und Francisco Pradilla. Sehenswert ist auch der Schlosspark, in dem jetzt Renovierungsarbeiten durchgeführt werden, die ihm die ursprüngliche Gestalt verleihen werden.

Dann laden wir zum Besuch eines der berühmtesten schlesischen Schlösser ein - nach Książ (Fürstenstein), das früher zum Geschlecht von Hochberg gehörte (zur Besichtigung zugänglich, Informationen unter www.ksiaz.walbrzych.pl, die virtuelle Besichtigung: www.ksiaz.ivc.pl). Die Innenräume zeugen von der alten Pracht der Familie. Kunstwerke, astronomische Geräte, Naturobjekte und Münzen, von dem 17. Jahrhundert zusammengetragen, wurden in der Kunstkammer präsentiert. Familie von Hochberg besaß wertvolle Gobelins und Bilder italienischer Maler (darunter von Bernardo Strozzi und Leonardo Coccorante). Am Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Sammlung durch neue ANkäufe bereichert (z. B. wurde die Kapelle durch einen aus Italien stammenden Zyklus der Malereien mit der Moses-Geschichte). In Fürstenstein konnte man auch eine Ansichtenserie aus den Sudeten von dem bekannten Landschaftsmaler Sebastian Carl Christian Reinhard sehen, die sich heute im Museum in Waldenburg befindet (Informationen unter www.muzeum.walbrzych.pl). Das Museum ist die letzte Station auf der vorgeschlagenen Route.

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