Schlösser in der Umgebung von Neisse

Veröffentlichungsdatum: 14 / 11 / 2010

Wie schlagen vor, den Ausflug mit dem imposanten Schloss in Kamieniec Ząbkowicki (Kamenz) (Ruinenzustand, teilweise zur Besichtigung zugänglich) zu beginnen. Die gewaltige Residenz schmückten ehemals zahlreiche Kunstwerke. In dem Speisesaal wurden Wandgemälde mit der Darstellung Das Festmahl Belsazars und Die Hochzeit zu Kana präsentiert. In den geräumigen Zimmern standen antike Möbel und hingen zahlreiche Gemälde, darunter viele Bildnisse der Fürsten aus der Oranien- und Hohenzollern-Dynastie angefertigt von Friedrich Bury, Karl Begas und Franz Krüger (z. B. „Bildnis der Marianne von Oranien-Nassau”, heute im Museum in Nysa/Neisse).

Die Kamenzer Innenräume waren auch von einem Veduten-Zyklus mit den Ansichten von Haag geschmückt. Es war eine Anspielung auf die niederländische Wurzel der Seitenlinie der Hohenzollern, welcher der Besitzer von Kamenz abstammte.

Nicht weit von Kamenz befindet sich eine kleine Ortschaft

Das Bechauer Schloss, vom bekannten Architekten Karl von Lüdecke entworfen, beherbergt heute eine Schule (mehr Informationen unter www.biechow.pl). Der Bau wurde durch den Grafen Eloi Matuschka von Toppolczan in Auftrag gegeben und er selbst gestaltete wohl die das Schloss ehemals verzierende Kunstsammlung. Sie bestand aus Bildern italienischer (wie Carlo Portelli und Gaspare Diziani) sowie flämischer Meister. In den Innenräumen des Schlosses befanden sich auch Kopien nach den bekannten Bildern von Raffael und Andrea del Sarto sowie Meißner Porzellan. Ein großer Teil der Antiquitäten aus dem Schloss der Familie Matuschka gelangte nach 1945 in das Neisser Museum, wo er heute den Kern der Galerie der Ausländischen Malerei ausmacht.

Nach Neisse kamen nach dem Zweiten Weltkrieg auch die Kunstwerke aus dem früher imposanten Schloss in Kopice (Koppitz) (heute im Ruinenzustand). Dieser stattliche Bau wurde ebenfalls von von Lüdecke für das Geschlecht von Schaffgotsch entworfen. Das Schloss ist nur teilweise erhalten geblieben, aber seine massive Silhouette und reiche Verzierungen beeindrucken bis heute. Mit Sicherheit waren auch seine Innenräume prunkvoll ausgestattet, wovon wenige antike Möbel bezeugen (z. B. Danziger Dielenschränke aus dem 18. Jahrhundert und eine Renaissance-Truhe), die in den Beständen des Neisser Museums erhalten geblieben sind. Dort kann man auch das aus der Koppitzer Residenz stammende Bild „Madonna auf dem Halbmond“, das in der Lombardei entstanden ist, sehen.

Wie empfehlen, den Ausflug mit dem Besuch des Museums in Neisse abzuschließen (die Informationen zum Museum und über die Öffnungszeiten sind unter http://www.muzeum.nysa.pl zu finden). Es kommt selten vor, dass die Kunstwerke, die früher die schlesischen Schlösser verziert haben, bis heute nicht weit von ihnen bewundert werden können. Außer der Objekte aus Kamenz, Bechau und Koppitz finden wir dort auch Bilder sowie antike Möbel aus dem Schloss der Grafen Francken-Sierstofpff aus Frączków (Franzdorf) und aus der nicht erhaltenen Residenz der Familie

Rysiowice (Reisewitz). Der im Zentrum des Ortes in den 1870er Jahren erbaute Palast gehörte zu der Familie von Ingenheim (jetzt wird der Palast von einem Privatbesitzer renoviert). Seine Innenräume bargen eine atemberaubende Kunstsammlung, bestehend aus zahlreichen Antiquitäten und über hundert hervorragenden Bildern alter, hauptsächlich italienischer, Meister. Die Sammlung wurde in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zerstreut. Manche Meisterwerke aus der Sammlung, darunter das berühmte Tondo Botticellis „Madonna mit dem Kind“, kann man heute im Warschauer Nationalmuseum bewundern. Der Begründer der Sammlung war Graf Gustav Adolf von Ingenheim, Sohn des preußischen Königs Friedrich Wilhelm II. Trotz des eindeutigen Widerspruchs der Familie entschloss er sich, zum Katholizismus zu konvertieren; bei dieser Konfession blieben die nachfolgenden Generationen des Geschlechts. Vielleicht war dies einer der Gründe dafür, dass sie für den Bau der neuen Residenz die Umgebung von Neisse gewählt haben – es war eine Bischofsstadt, umgeben von Besitzungen zahlreicher katholischer Familien, darunter der Familie Matuschka in Biechów (Bechau).

Das Bechauer Schloss, vom bekannten Architekten Karl von Lüdecke entworfen, beherbergt heute eine Schule (mehr Informationen unter www.biechow.pl). Der Bau wurde durch den Grafen Eloi Matuschka von Toppolczan in Auftrag gegeben und er selbst gestaltete wohl die das Schloss ehemals verzierende Kunstsammlung. Sie bestand aus Bildern italienischer (wie Carlo Portelli und Gaspare Diziani) sowie flämischer Meister. In den Innenräumen des Schlosses befanden sich auch Kopien nach den bekannten Bildern von Raffael und Andrea del Sarto sowie Meißner Porzellan. Ein großer Teil der Antiquitäten aus dem Schloss der Familie Matuschka gelangte nach 1945 in das Neisser Museum, wo er heute den Kern der Galerie der Ausländischen Malerei ausmacht.

Nach Neisse kamen nach dem Zweiten Weltkrieg auch die Kunstwerke aus dem früher imposanten Schloss in Kopice (Koppitz) (heute im Ruinenzustand). Dieser stattliche Bau wurde ebenfalls von von Lüdecke für das Geschlecht von Schaffgotsch entworfen. Das Schloss ist nur teilweise erhalten geblieben, aber seine massive Silhouette und reiche Verzierungen beeindrucken bis heute. Mit Sicherheit waren auch seine Innenräume prunkvoll ausgestattet, wovon wenige antike Möbel bezeugen (z. B. Danziger Dielenschränke aus dem 18. Jahrhundert und eine Renaissance-Truhe), die in den Beständen des Neisser Museums erhalten geblieben sind. Dort kann man auch das aus der Koppitzer Residenz stammende Bild „Madonna auf dem Halbmond“, das in der Lombardei entstanden ist, sehen.

Wie empfehlen, den Ausflug mit dem Besuch des Museums in Neisse abzuschließen (die Informationen zum Museum und über die Öffnungszeiten sind unter http://www.muzeum.nysa.pl zu finden). Es kommt selten vor, dass die Kunstwerke, die früher die schlesischen Schlösser verziert haben, bis heute nicht weit von ihnen bewundert werden können. Außer der Objekte aus Kamenz, Bechau und Koppitz finden wir dort auch Bilder sowie antike Möbel aus dem Schloss der Grafen Francken-Sierstorpff aus Frączków (Franzdorf) und aus der nicht erhaltenen Residenz der Familie Pohl aus Kałków (Kalkau).

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