Biron Geschlecht, von,  /  ,   - Gross Wartenberg

Der sog. Silbersaal im Groß Wartenberger Schloss, gegen 1909.

 
Geschlecht von Biron
Sammlungsgründer:

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gelangte nach Schlesien eine imposante Kunstsammlung, die durch den Fürsten Peter Biron von Kurland (1724-1800) zusammengetragen worden war. Einige hunderte Kunstwerke wurden damals nach Sagan gebracht, wo das Schloss zum Hauptwohnsitz des Sammlers geworden ist. Ein verbleibender Sammlungsteil wurde im Schloss Groß Wartenberg aufbewahrt. Das Schloss mitsamt dem ganzen Standesstaat Groß Wartenberg wurde nach dem Tod Peter Birons durch seinen Bruder Karl Ernst übernommen. Jedoch aufgrund der Widerrede von der Seite der Kuratel der Töchter Peter Birons und des sich verlängernden Prozesses, konnte erst Karl Ernsts Sohn, Gustav Calixt, das Erbteil 1803 übernehmen.

Sammlungslebensdauer in Schlesien: Anfang des 19. Jh. - 1945
Eigenschaften:

Im Schloss Groß Wartenberg befanden sich zahlreiche Porträts der Familienmitglieder von solchen Künstlern wie Hartmann Barisien, Anton Graff, Josef Grassi und Élisabeth Vigée-Lebrun. Zierde der Sammlung waren auch die Gemälde alter Meister, wie z. B. „Bildnis der zwei Patrizier“ von Giambattista Moroni. Die Schlossräume beherbergten auch eine imposante Sammlung der Kunstgewerbestücke, die Porzellan, Glas, Uhren und Gobelins umfasste.

Kategorien der Kunstwerke in der Sammlung: Malerei (16), Skulptur (3), Kunstgewerbe (3)
Bibliographie:

Piotr Łukaszewicz, Obraz Élisabeth Vigée–Lebrun i zbiory sycowskie, In: Marmur dziejowy. Studia z historii sztuki, hrsg. von Ewa Chojecka u. a., Poznań 2002, S. 381-388

Lokalisierung: Gross Wartenberg (Syców) - Geschlechtspalais von Biron (Gebäude existiert nicht mehr)
Beitragsverfasser:
  • Piotr Łukaszewicz
Veröffentlichungsdatum: 01 / 12 / 2009
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