Käte Cohn-Renard
Biographie:

Käte Cohn-Renard war die Schwester des bekannten Breslauer Kunsthistorikers Robert Corwegh (1878-1929), der aktiv am kulturellen Leben der Stadt beteiligt war, z.B. als Mitveranstalter der Exlibris-Ausstellung im Schlesischen Museum der bildenden Künste 1910 und als Förderer des Museums, dem er von 1908 an zahlreichen Schenkungen zukommen ließ (u. a. ein Fragment eines etruskischen Marmorsarkophags von Volterra und seine eigenen Publikationen zur Kunst Italiens).
Wahrscheinlich nach dem Vorbild ihres Bruders hat auch Käte Cohn-Renard das Museum unterstützt, vor allem mit vielen Bücherübergaben. 1929 überließ sie gemäß dem Willen ihres verstorbenen Bruders dem Schlesische Museum eine Plastik von Adam Antes. Über die folgenden zwei Jahre verkauft Sie dem Museum zudem mindestens 37 Graphiken und Zeichnungen sowie ein bildhauerisches Selbstbildnis von Renée Sintenis.

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Eigenschaften:

Die Graphiksammlung bestand aus zahlreichen Werken von Lyonel Feininger und Max Pechstein sowie von Ernst Barlach, Georg Grosz, Erich Heckel, Paula Modersohn-Becker, Karl Schmidt-Rottluff, Emil Orlik, Max Liebermann, Käthe Kollwitz, Wilhelm Lehmbruck und Marie Laurencin. Eines hohen Interesses der Sammlerin erfreuten sich auch Werke Ludwig Meidners und Otto Muellers, die mit der Breslauer Kunstakademie in Verbindung standen.

Kategorien der Kunstwerke in der Sammlung: Grafik (2), Zeichnung (1)
Bibliographie:

Lagerbücher des Schlesischen Museums der Bildenden Künste zu Breslau, 1903-1945 (Herder Institut, Marburg)

Lokalisierung: Breslau (Wrocław) - Augustastraße 53 (ul. Szczęśliwa)
Beitragsverfasser:
  • Magdalena Palica
Veröffentlichungsdatum: 14 / 01 / 2014
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