Förster  Heinrich, , 1799-1881 /  ,   - Breslau

Bischof Heinrich Förster

 
Heinrich Förster (1799-1881)
Biographie:

Wurde 1799 in Groß-Glogau als Sohn eines Kirchenmalers geboren. Er studierte in Breslau, 1825 empfang er die Priesterweihe. 1837 wurde Kanoniker und Prediger im Dom; 1837 – Breslauer Bischof. Von 1875 an, als ihm das Bischofsamt durch preußische Regierung entzogen wurde, residierte er im Schloss Janský Vrch in Jauernick (Tsch. Javorník), im österreichischen Teil der Breslauer Diözese. Dort verstarb er im Jahr 1881.

Sammlungslebensdauer in Schlesien: 1853 - 1881
Eigenschaften:

Aufgrund des erhaltenen Eigentumsinventars Heinrich Försters sowie anderer Quellen kann man feststellen, dass die bischöfliche Sammlung ca. 50 religiöse Gemälde, mehr als 20 Landschaften und ca. 10 Porträts zählte. In der Sammlung dominierten Werke zeitgenössischer Künstler. Zu den wertvollsten Werken gehörten die religiösen Kompositionen der späten Nazarener aus Düsseldorf: Karl Müllers, Franz Ittenbachs und Andreas Müllers sowie die Bilder eines anderen Nazareners Heinrich Mücke, eines Wieners Leopold Kupelwieser, des in Rom tätigen Gebhardt Flatz, bzw. eines Berliner Akademikers Julius Schrader. Der Bischof erwarb ebenfalls Werke der Breslauer Maler: Raphael Schalls, Theodor Hamachers, Adolf Zimmermanns und Carl Wohnlichs.

Kategorien der Kunstwerke in der Sammlung: Malerei (9)
Bibliographie:

Joanna Lubos-Kozieł, „Wiarą tchnące obrazy”. Studia z dziejów malarstwa religijnego na Śląsku w XIX wieku (Acta Universitatis Wratislaviensis No 2662, Historia Sztuki XVIII), Wrocław 2004

Vermerke:

Die Sammlungen wurden teilweise im Bischofspalais in Breslau aufbewahrt, teilweise im Schloss Jauernick (Javorník), indem sie sowohl die öffentlichen als auch die Privaträume der beiden Residenzen schmückten. Die Sammlung erlitt Zersplitterung nach dem Tod des Bischofs, der in seinem Testament die meisten Gemälde unter Kirchen, Klöstern, Pfarrämtern und Residenzen der Breslauer Diözese sowie unter Privatbesitzern verteilte, die sonstigen – in der Regel weniger wertvollen Werke – verkaufen ließ. Bis jetzt gelang es, 13 Werke aus seiner ehemaligen Sammlung wieder aufzufinden und zu identifizieren, darunter die Gemälde von Ittenbach sowie von Karl und Andreas Müller.

Lokalisierung: Breslau (Wrocław) - Pałac biskupi, ul. Katedralna 15 (Domstraße 15)
Beitragsverfasser:
  • dr Joanna Lubos-Kozieł
Veröffentlichungsdatum: 12 / 04 / 2010
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