Hugo Kolker (1845-1915)
Biographie:

Hugo Kolker war Industrieller mosaischen Glaubens. Er verwaltete eine Ölraffinerie und eine Fabrik der Maschinenschmieren und widmete sein hohes Einkommen insbesondere dem Versammeln der ihm zeitgenössischen Kunst. In den Jahren 1904-1905 hatte er in Breslau das Amt des Konsuls Portugals inne. Kolker ruht auf dem jüdischen Friedhof in der Lohestraße (heute ul. Ślężna), als einer der unzahlreichen Sammler neuzeitlicher Kunst in Breslau.

Sammlungslebensdauer in Schlesien: - 1915
Eigenschaften:

Bei der Sammlungsgestaltung wurde Kolker vom Kunsthistoriker und gleichzeitig eigenen Schwiegersohn Curt Glaser mit Fachrat unterstützt, durch wessen Vermittlung gelang es, u. a. das Gemälde „Handwerker im Schnee“ von Edvard Munch zu erwerben. Im Besitz des Sammlers befanden sich auch Leinwandbilder Lovis Corinths, André Derains, Otto Friesz’, Ferdinand Hodlers, Max Liebermanns, Max Slevogts und Pablo Picassos. Zierde der Sammlung war das berühmte Bild von Henri Matisse Tanz mit „Kapuzinerkressen“ I, das nach dem Tod des Sammlers andere Bewunderer des Schaffens Matisses - das Ehepaar Moll aus Breslau erwarb. Außer Gemälden versammelte Kolker auch Zeichnungen, unter denen besonders der „Knabe mit Hund“, mit Tusche durch Édouard Manet gezeichnet, bzw. eine Skizze Adolph von Menzels zu nennen wären. Im Besitz Kolkers waren auch Skulpturen, unter denen das „Sitzende Mädchen“ aus Bronze von Georg Kolbe.

Kategorien der Kunstwerke in der Sammlung: Malerei (2)
Bibliographie:

Vierte Ausstellung von Werken moderner Meister aus Breslauer Privatbesitz vom 17. April bis 14. Mai, Schlesisches Museum der bildenden Künste, Breslau 1911

Lokalisierung: Breslau (Wrocław) - Anderssenstrasse 12-14 (ul. Młodych Techników 12-14)
Beitragsverfasser:
  • Magdalena Palica
Veröffentlichungsdatum: 01 / 12 / 2009
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