Kramsta Marie, von, 1843-1923 /  ,   - Muhrau

Margarete Neisser-Baum, Marie von Kramsta, 1913

 
Marie von Kramsta (1843-1923)
Biographie:

Die im Palast Muhrau lebende Marie von Kramsta war in sozialen und karitativen Tätigkeiten engagiert. Auf ihre Anregung entstanden in der Umgebung von Striegau zahlreiche Einrichtungen der Sozialhilfe sowie Bildungszentren. Sie führte für die Arbeiter auf den Gütern das moderne System der Sozialleistungen ein. Während ihrer zahlreichen Reisen in Europa trug sie eine Gemäldesammlung zusammen, von der sie einen Teil in den Jahren 1888 und 1897 dem Schlesischen Museum der bildenden Künste überreichte. Vom Kunstinteresse der Marie von Kramsta zeugt ihre Korrespondenz mit dem Maler Franz von Lenbach.

Eigenschaften:

In der Sammlung Marie von Kramstas befanden sich Werke des ihr persönlich bekannten Franz von Lenbachs: Porträts Bismarcks und Böcklins. Die Sammlung wurde durch römische Landschaften von Francesco Pradilla und durch ein Marienbild von Gabriel Max ergänzt. Zierde des Palastes in Muhrau war das Gemälde Arnold Böcklins, eine Lautenspielerin darstellend, das Bild „Frühlingsblumen“ von Lawrence Alma-Tadema sowie ein kleines Landschaftsbild mit weidenden Pferden von Camille Corot. Im Besitz der Sammlerin waren ausserdem wertvolle Kunstgewerbestücke vorhanden.

Kategorien der Kunstwerke in der Sammlung: Malerei (2)
Bibliographie:

A. Hoffmann, Marie von Kramsta In: Schlesische Lebensbilder, Bd. 2, S. 301 -305.

Magdalena Palica, Zbiory sztuki dolnośląskiej szlachty w czasach pruskich In: Materiały sesji naukowej Szlachta na Śląsku: władza - kultura - wizerunek własny (im Druck)

Lokalisierung: Muhrau (Morawa) - Palast des Geschlechts von Kramsta
Beitragsverfasser:
  • Magdalena Palica
Veröffentlichungsdatum: 30 / 11 / 2009
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