Eva von Löbbecke, Franz von Löbbecke
Sammlungsgründer:

Franz von Löbbecke gehörte zu den wohlhabenden Bürgern der Stadt Brieg, wo er unter anderem eine Zuckerraffinerie verwaltete. Im Jahr 1873 heiratete er Eva Schneider, die künstlerisch begabte Tochter eines Brieger Justiziars. Nach Ausbildungsaufenthalten in Berlin und Breslau sowie nach zahlreichen Italienreisen entwickelte Eva ihre Begabung weiter, was der ihr 1895 bei der Ausstellung für Schlesische Industrie und Handwerk verliehene erste Preis bezeugt. Dort präsentierte sie ihr Gipsmodell für einen Brunnen mit Triton, von mit dem Fresko Raffaels aus der Villa Farnesina.

Eigenschaften:

Die Kunstsammlung des Ehepaars Löbbecke, in der sich unter anderem Werke Arnold Böcklins und Anselm Feuerbachs befanden, schmückten ihre Residenz am Rand des Julius-Poppel-Parks (heute ist dieses Gebäude im Ruinenzustand). Die in Bronze gegossene Fontäne, deren Entwurf 1895 belohnt wurde, stand vor der Hauptfassade der Villa (heute befindet sie sich auf dem Hof des Brieger Schlosses). Andere Werke der Bildhauerin schmückten den Garten auf der Parkseite. Die Sammler förderten das Schlesische Museum der bildenden Künste in Breslau mit deren Gaben: 1880 übergaben sie eine Studie zum Gemälde „Medea“ von Anselm Feuerbach, dreißig Jahre später eine Bildkomposition von Otto Kreyher, mit dem Titel „Landwirt im Getreide“. Ein Jahr nach dem Tod der Ehefrau, im Jahre 1911, schenkte Löbbecke dieser Einrichtung die durch die Künstlerin geschaffene Büste ihres Vaters.

Kategorien der Kunstwerke in der Sammlung: Malerei (2)
Bibliographie:

Schlesisches Museum der bildenden Künste, Breslau. Katalog der Gemälde u. Skulpturen, Breslau 1926

Ksenia Stanicka-Brzezicka, Artystki śląskie: ok. 1850 - 1945, Toruń 2006, S. 325

Lokalisierung: Brieg (Brzeg)
Beitragsverfasser:
  • Magdalena Palica
Veröffentlichungsdatum: 15 / 01 / 2010
Project co-financed by Ministry of Labour and Social Policy under Government Project – Civic Benefit Fund.
All information published under license: Creative Commons