Nostitz Geschlecht, von,  /  ,   - Lobris

Unbekannter Maler, "Christoph Wenzel Nostitz"

 
Geschlecht von Nostitz
Sammlungsgründer:

Unter Vertretern des Geschlechts von Nostitz spielte Graf Otto von Nostitz (1608-1664) , der den Palast in Lobris 1654 erwarb, eine bedeutende Rolle beim Versammeln der Kunstwerke. Seine sammlerische Leidenschaft teilte auch sein Sohn, Graf Christoph Wenzel von Nostitz (1642-1712), der 1682 Michael Leopold Willmann einen Gemäldezyklus für die Kapelle des Lobriser Palastes sowie das Gemälde „Befreiung Andromedas“ in Auftrag gab. Beide Grafen trugen auch eine Graphiksammlung zusammen.

Sammlungslebensdauer in Schlesien: po 1654 - 1945
Eigenschaften:

Die Inventare des Palastes aus dem 19. Jahrhundert verzeichnen fast 200 Staffeleigemälde sowie viele Graphiken und Kunstgewerbegegenstände. Ein wesentlicher Bestandteil der Palastausschmückung war die Ahnengalerie, bis heute nur teilweise erhalten, in Form von über 50 Medaillons an der Decke des Paradesaals. Außer Porträtdarstellungen war die Macht des Geschlechts auch durch Bilder mit Palästen, Schlössern und Landgütern aus dem Besitz von Nostitz bezeugt. Zu den schönsten Zierelementen des Palastes in Lobris gehörten zahlreiche Gemälde Michael Leopold Willmanns, darunter die berühmte „Andromeda“. Aus dem Bericht Büschings wissen wir, dass der wesentliche Teil der Gemäldesammlung entsprechend geordnet in einem geräumigen Saal ausgestellt wurde und jedes Bild mit der gleichen Nummer wie in Katalognotizen versehen wurde. Im Besitz des Geschlechts von Nostitz befand sich ebenfalls eine imposante Sammlung alter Drucke und Graphiken.

Kategorien der Kunstwerke in der Sammlung: Malerei (1)
Bibliographie:

Johann Gustav Büsching, Bruchstücke einer Geschäftsreise durch Schlesien in den Jahren 1810, 11, 12, Breslau 1813, S. 62-65

Sammlung d. Reichsgrafen Christoph Wenzel v. Nostiz-Rieneck (1649-1712); Portr.-Slg. d. Sir Alfred Morrison (gest. 1897), London; Dubletten d. National-Museums Stockholm u. a. Beiträge, C. G. Boerner, Versteigerungskatalog 155, Leipzig 1927

Nikolaus von Lutterotti, Michaels Willmanns Gemälde in der Schloßkapelle zu Lobris, Kreis Jauer, In: "Schlesische Geschichtsblätter. Mitteilungen des Vereins für Geschichte Schlesiens“ 1930, Nr. 2, S. 25-30,

Ernest Kloss, Michael Willmann, Breslau 1934

Lokalisierung: Lobris (Luboradz) - Palast des Geschlechts von Nostitz
Beitragsverfasser:
  • Magdalena Palica
Veröffentlichungsdatum: 30 / 11 / 2009
Project co-financed by Ministry of Labour and Social Policy under Government Project – Civic Benefit Fund.
All information published under license: Creative Commons