Wilhelm Perlhöfter (1878-1938)
Biographie:

Willy Perlhöfter, hineingeboren in eine Breslauer jüdische Familie, führte ein Großhandelsunternehmen mit Kolonialwaren. Gemeinsam mit seiner Frau Helene geborene Schäfer (geb. 1883) trug er eine Sammlung vom Kunsthandwerk zusammen, die er gerne den Besuchern zugänglich machte. Altes Glas aus dieser Sammlung konnte man u. a. im Breslauer Jüdischen Museum bewundern. Perlhöfters Unternehmen wurde Anfang 1938 von Nationalsozialisten übernommen, bald darauf wurde der Besitzer inhaftiert und zum KZ Buchenwald abtransportiert. Nach seiner Freilassung wanderte er samt seiner Familie nach Großbritannien aus, sein Besitz dagegen, darunter seine Kunstsammlung, blieb in Breslau.

Sammlungslebensdauer in Schlesien: Ende des 19. Jahrhunderts - 1939
Eigenschaften:

Laut den Worten Alfred Schellenbergs, Verfassers eines monographischen Beitrag über die Sammlung Wilhelm Perlhöfters, entstanden aus Anlass 50. Geburtstages des Sammlers, entdeckte er seine Sammelleidenschaft bereits im Schulalter. Seine ersten Erwerbungen waren Porzellanstücke des englischen Unternehmens Wedgewood. Dank der Unterstützung seiner Ehefrau vergrößerte sich bald die Sammlung um Glas- und Keramikstücke, unter denen sich, außer Erzeugnissen aus Venedig und dem Nahen Osten, auch Objekte aus Schlesien und Böhmen befanden. In der Wohnung der Familie Perlhöfter befanden sich ebenfalls Gemälde, Aquarellen und Miniaturbilder von lokalen Künstlern (u. a. von Amand G. Zausig, Johann Heinrich König und Karl von Rhaden). Manche von denen gehörten ehemals zur Sammlung des Breslauer Malers Adelbert Woelfl.

Kategorien der Kunstwerke in der Sammlung: Malerei (1)
Bibliographie:

Alfred Schellenberg, Schlesische Privatsammlungen I: Die Sammlung Perlhöfter, In: "Schlesische Monatshefte", 5 (1928), S. 377-383

Lokalisierung: Breslau (Wrocław) - Kirschallee 22
Beitragsverfasser:
  • Magdalena Palica
Veröffentlichungsdatum: 04 / 08 / 2010
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