Reden Geschlecht, von,  /  ,   - Buchwald

Pokój z wykuszem w Bukowcu, po 1838 roku

 
Geschlecht von Reden
Sammlungsgründer:

Friedrich Wilhelm von Reden (1752-1815) kaufte die Güter von Buchwald im Jahre 1785. Er richtete im Schloss seinen Wohnsitz ein, wo er bald begann, Kunstwerke, Graphik, Porzellan und Eisengussabgüsse zu sammeln. Die Sammlungsstücke wurden teilweise auch in den Gartenpavillons aufbewahrt, im Gebiet des von Reden selbst errichteten Landschaftsparks in Buchwald. In den Jahren 1803-1807 bekleidete er das Amt des Ministers für Bergbau- und Hüttenwesen in der damaligen preußischen Regierung und des Direktors in der Königlichen Porzellanmanufaktur in Berlin. Die von ihm ausgeübten Tätigkeiten beeinflussten bedeutend die Gestalt seiner Sammlung. Die Sammlung vergrößerte sich enorm in jener Zeit, weil Reden mit Reproduktionen aus der KPM sowie mit Eisengussabgüssen aus der von ihm verwalteten Eisenhütte in Gleiwitz beschenkt wurde. Nach dem Tod des Grafen, wurde seine Porzellansammlung, während der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, durch seine Witwe vervollständigt. Friederike von Reden (1774-1854) erfreute sich großer Achtung am preußischen Hof, daher wurden die meisten von ihr gewonnenen Stücke, durch die königliche Familie bzw. durch Personen aus höfischen Kreisen geschenkt. Wegen ihrer Interessen für Botanik, richtete sie in einem der Gartenpavillons (sog. Gärtnerhaus) eine Sammlung von Schmetterlingen und Käfern ein sowie legte ein Herbarium an.

Sammlungslebensdauer in Schlesien: 1785 - 1945
Eigenschaften:

Die Sammlung im Buchwalder Besitz bestand überwiegend aus Porzellan, die sowohl im Schloss (z. B. die Vase mit Darstellung der Friedrichswerderschen Kirche und des Alten Museums in Berlin – das königliche Geschenkt von 1830), als auch in den Gartenpavillons (u. a. in Salon, Pavillon, Haus in der Wiese) aufbewahrt wurde. In der Sammlung waren größere Stücke (z. B. die Vase mit Darstellung Friedrich Wilhelms III. in Profilansicht und der Königin Louise) und kleine Exemplare (z. B. die Tasse mit Bildnis des Grafen von Reden und der Untersatz mit seinen Geburts-, Trauungs- und Todesdatum) enthalten, die in Vitrinen und Schränken, um 1800 angefertigt, zur Schau gestellt wurden. Die Porzellansammlung enthielt auch einige Bisqueporzellanbüsten von Johann Karl Friedrich Riese, mit Darstellungen König Friedrichs II. von 1805, des Grafen von Reden von 1814 und dessen Ehefrau (nach 1816). Die Schlosszimmer in Buchwald wurden mit Landschaftsbildern (z. B. „Zillertaleingang“), mit religiösen Darstellungen (z. B. Madonna mit Kind) und Porträts verziert (z. B. zwei Bilder von Johann Georg Ziesenis 1760/70, in Öltechnik auf Leinwand angefertigt, mit Darstellungen vom Vater des Grafen, Freiherrn Johann Ernst Wilhelms sowie der Tante des Grafen, Wilhelmine Amalie von Veltheim). Die Kupferstichsammlung befand sich sowohl im Schloss, als auch in den Gartenpavillons, u. a. im Haus in der Wiese (Bilder mit Vögeldarstellungen sowie englische Kupferstiche mit Kinderdarstellungen), in der Abtei (z. B. die hl. Cäcilia, Maria Magdalena, Christus), im Gärtnerhaus (12 Blumendarstellungen, nach entsprechenden Jahresmonaten). Im Pavillon in Form eines altgriechischen Tempels, wurden überdies Bücher von deutschen Klassikern, Globen, astronomische Geräte, Büsten (u. a. des Grafen von Reden und David Gillys) sowie das Porträt Alexander von Humboldts und seine Pflanzenkarte aufbewahrt.

Bibliographie:

Johann Gustav Büsching, Bruchstücke einer Geschäftsreise durch Schlesien, unternommen in den Jahren 1810, 11, 12, Breslau 1813, Bd. 1, S. 342-352.

Izabela Czartoryska, Dyliżansem przez Śląsk. Dziennik podróży do Cieplic w roku 1816, Wrocław 1968, S. 71-74, 78-79.

Teresa z Potockich Wodzicka, Ze zwierzeń dziewczęcych. Pamiętnik Zofii z Matuszewiczów Kickiej 1796-1822, Kraków 1910, S. 49, 54-55.

Johann Christian Gottlob Berndt, Wegweiser durch das Sudeten-Gebirge, Breslau 1828, S. 51, 261-263, 381.

J. G. Knie, J. M. L. Melcher, Geographische Beschreibung von Schlesien preußischen Antheils, der Grafschaft Glatz und der preußischen Markgraffschaft Ober-Lausitz, Abtheilung III, Breslau 1830, S. 66, 78-80.

Eleonore Fürstin Reuss, Friederike Gräfin von Reden geb. Freiin Riedesel zu Eisenbach. Ein Lebensbild nach Briefen und Tagebüchern, Bd. 1-2, Berlin 1888.

Günther Grundmann, Kunstwanderungen im Riesengebirge, München 1969, S. 159-174.

Lokalisierung: Buchwald (Bukowiec) - Palast des Geschlechts von Reden
Beitragsverfasser:
  • Urszula Bończuk-Dawidziuk
Veröffentlichungsdatum: 30 / 06 / 2010
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