Adolph Seiler (1824-1873)
Biographie:

Adolf Seiler wurde in der Familie eines Glasermeisters geboren und erlernte in seines Vaters Werkstatt jenes Handwerk. Er setzte seine Ausbildung im durch seinen Bruder verwalteten Glaserbetrieb in Görlitz fort, wo er auch den Meistertitel erhielt. Sein weiteres Schicksal wurde bedeutend durch die Bekanntschaft mit einem angesehenen Glasfenstermaler Carl Samuel Scheinert aus Meißen beeinflusst, der ihn mit Glasfensterkunst bekannt machte. Spätestens 1846 ließ sich Seiler in Breslau nieder, wo er am Tauenzienplatz (heute pl. Kościuszki) einen Glaser- uns Glasgemäldebetrieb eröffnet hat. In dessen Innen wurden die Zeitausstellungen der neuesten Werkstattarbeiten veranstaltet. Nach Mitte der fünfziger Jahre des 19. Jh. erhielt die Werkstatt hohes Ansehen und zahlreiche neue Aufträge ermöglichten deren Besitzer, die Errichtung auf einem neuen Anwesen in der Neuen Taschenstraße 5 (heute ul. Kołłątaja), eines Hauses, auf dessen Hofseite ein mehrstöckiges Werkstattgebäude mit einem Ausstellungssaal versehen, lokalisiert wurde. Seit 1861 trat die Werkstatt unter dem Namen „Glasgemäldeinstitut Adolf Seilers“ auf und es funktionierte unter dieser Beizeichnung bis 1945. Der Glasfenstermaler betätigte sich in Wirkung regionaler Vereine, war u. a. Mitglied des Vereins für Entstehung und Aufrechterhaltung des Museums für Schlesisches Altertum.

Sammlungslebensdauer in Schlesien: um 1850 - um 1945
Eigenschaften:

Seiler versammelte vor allem alte Glasfenster, von denen manche aus schlesischem Gebiet stammten. Die Glasfenstersammlung, die außer ästhetischen auch Inspirationszwecken diente, für Kompositionen, die in der Glasgemäldewerkstatt entstanden, war mit Kunstgewerbestücken ergänzt. 1858 stellte der Glasmaler, für die erste Ausstellung schlesischer Altertümer, sieben Exponate aus seiner Privatsammlung zur Verfügung. Fünf von denen (vier Wappenglasfenster und ein Pokal) schenkte er, nach Ausstellungsabschluss dem neu eingerichteten Museum Schlesischer Altertümer.

Kategorien der Kunstwerke in der Sammlung: Kunstgewerbe (1)
Bibliographie:

Magda Ławicka, Zapomniana pracownia. Wrocławski Instytut Witrażowy Adolpha Seilera (1846-1945), Wrocław 2002

Lokalisierung: Breslau (Wrocław) - Taschenstrasse 5 (obecnie ul. Kołłątaja)
Beitragsverfasser:
  • Magda Ławicka
Veröffentlichungsdatum: 19 / 05 / 2010
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