Nähschule im Amsterdamer Waisenhaus
Objekttyp: Malerei
Material / Technik: Öl auf Leinwand
Maße: 57,5 x 83 cm
Objekt gehörte zu folgenden Sammlungen:
Standort: Privatsammlung
Aktueller Aufbewahrungsort: Privatsammlung
Wichtige Historische Informationen:

Die erste Fassung des Motivs Nähschule im Waisenhaus in Amsterdam befand sich 1901 im Besitz der Berliner Kunsthändler Fritz Gurlitt und Rudolf Lepke. Bei den Berliner Sammlern Hempel und Friedberg ist das Bild um 1907 bzw. bis in die 20er Jahre nachgewiesen. Max Silberberg, Breslau, tritt durch die Ausstellung zum 80. Geburtstag Max Liebermanns in Berlin 1927 erstmals als Eigentümer in Erscheinung. Unter dem Naziregime verlor er auch dieses Werk. Es gelangte über Bruno Cassirer (1934) und Dr. Fritz Nathan, bei dem es sich 1936 befand, in die Sammlung der Familie Krüger-Jöhr in Zürich. Als Legat der Familie Krüger-Jöhr wurde das Kunstwerk 1992 der Stiftung Bündner Kunstsammlung in Chur übergeben.

1999, als das Schicksal Max Silberbergs und seiner Kunstsammlung dem Museum bekannt wurde, restituierte das Kunstmuseum Chur dieses Gemälde „aus der Überzeugung, dass ein nachweisbares Werk der Raubkunst aus moralischen Gründen bedingungslos zurückzuerstatten ist.“ (Bündner Kunstmuseum, Presseerklärung 1999)

Literatur:

Preußische Akademie der Künste: Max Liebermann. Hundert Werke des Künstlers zu seinem 80. Geburtstag, Berlin 1927

Karl Scheffler, Die Sammlung Max Silberberg, In: „Kunst und Künstler“, 30 (1931), S. 16

Kunsthalle Bern: Albert Welti – Max Liebermann, Bern 1937,

Matthias Eberle: Max Liebermann, Werkverzeichnis der Gemälde und Ölstudien, Bd. 1 Nr. 1876/30.

Auktion Sotheby´s London, 18.10.2000.

Beitragsverfasser:
  • Dr. Hans-Joachim Hinz
Veröffentlichungsdatum: 16 / 01 / 2014
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